Katja Kleiber's Companyworld
http://20six.de/companyworld
powered by 20six.de
|
|
Schadenfreude
Ebert hatte sich einen Platz in der ersten Reihe des großen Konfi gesucht. Er beobachtete gespannt, wie Leute hereintröpfelten, sich Plätze suchten und in ihren Unterlagen wühlten. Heute würde Knoll seinen granatenmäßigen UNtergang erleben! Warum hatte der Typ auch einen Vorus in Eberts PC gesetzt, das war nun wirklich unkollegial. Ebert freute sich diebisch auf den Moment, in dem Knoll vor der gesammelten Mannschaft seine Power-Point-Präsententation aufzurufen versuchte, die er, Ebert, gestern gelöscht hatte. Knoll würde die Vorlagen für sienen Vortrag nicht halten und vor Scham im Boden versinken! Alle, alle würden Zeugen seines Scheiterns sein, der Chef, die blöde Happ-Huber und natürlich auch Jessica. Endlich würden alle kapieren, auf wesenn Schultern der Erfolg des Unternehmens ruhte - auf Eberts nämlich - und wer der Versager vom Amt war - Knoll nämlich. Ebert grinste vor sich hin, als Jessica zu ihm trat.
"Na, Herr Ebert, so früh schon gutgelaunt?" Jessica umwehte ein Hauch von Parfüm. Sie hatte sich schwarz angezogen, was ihr reizend stand. Die Bluse öffnete sihc am Brustansatz dezent.
Ebert versuchte, nicht zu auffällig hinzustarren. Er blickte Jessica ins Gesicht und bemerkte ihre geschwollenen, roten Augen. Ob sie der Tod dieses Langweiler Geizmeier wirklich so sehr traf?
"Jessica, bitte setzen Sie sich doch". Ebert wies auf den freien Platz neben ihm. Er freute sich, dass die Chefsekretärin die Einladung annahm und sich neben ihn setzte, so dicht, dass er glaubte, ihre Wärme spüren zu können.
|
|
|
bisher 1 Kommentar(e)
TrackBack-URL
Klau|s|ens
/ Website
(20.1.06 13:07)
KURZGLOSSENGEDICHT
"DES EBERT BÜRO"
Ja es wackelt der Tisch
in ganz schwarzer Bluse
als uns Jessica nur sich
und Eberts Puls herbei
laut ruft verkommen die
im Einerlei der Points
und Powers dir du Suse
wollen Knoll die Don'ts
der Konfi spielen als mich
Zweifel packen - große -
ich den Chef vom Sockel
stoße Ebert alter Gockel
macht dem Alltag eines
Schreibers wahren Hohn
pack mir in die Augen
die kaum taugen: Kleines
löschen wir Happ-Huber
- ein Platz ist dann ja über
---
Der Katja Kleiber noch viel Erfolg
mit ihrem Online-Roman
wünscht Klau|s|ens, 20.1.2005
|
|